Due-Diligence-Prüfung

Zuletzt bearbeitet am:

26. Februar 2026

Die Due-Diligence-Prüfung ist ein zentrales Instrument bei Unternehmenskäufen, Beteiligungen und größeren Transaktionen. Sie dient dazu, ein Zielunternehmen vor Vertragsabschluss systematisch zu analysieren und Risiken frühzeitig zu erkennen.

Gerade aus rechtlicher Sicht ist die Due-Diligence-Prüfung von großer Bedeutung, da sie die Grundlage für Kaufpreisverhandlungen, Vertragsgestaltung und Haftungsregelungen bildet.

Was bedeutet Due Diligence?

Der Begriff „Due Diligence“ stammt aus dem Englischen und bedeutet sinngemäß „gebotene Sorgfalt“. Gemeint ist die sorgfältige Prüfung eines Unternehmens oder eines bestimmten Projekts vor Abschluss eines Rechtsgeschäfts.

Ziel ist es, Chancen und Risiken möglichst umfassend zu identifizieren und eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen.

Wann wird eine Due-Diligence-Prüfung durchgeführt?

Typische Anlässe sind:

  • Unternehmenskäufe und Unternehmensverkäufe
  • Beteiligungen an Gesellschaften
  • Fusionen
  • größere Investitionsvorhaben

Die Prüfung erfolgt in der Regel vor Unterzeichnung eines Kaufvertrages, kann aber je nach Transaktionsstruktur auch in mehreren Phasen stattfinden.

Welche Bereiche werden geprüft?

Der Umfang der Due Diligence hängt von Art und Größe der Transaktion ab. In der Praxis werden häufig mehrere Prüfungsbereiche unterschieden, etwa:

  • rechtliche Due Diligence, etwa Gesellschaftsrecht, Vertragsverhältnisse oder anhängige Verfahren
  • steuerliche Due Diligence
  • finanzielle Due Diligence
  • arbeitsrechtliche Aspekte
  • datenschutzrechtliche Fragestellungen

Die einzelnen Prüfungsfelder greifen dabei häufig ineinander.

Wer führt die Due Diligence durch?

In der Regel beauftragt die kaufinteressierte Partei externe Berater, etwa Rechtsanwälte, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Diese analysieren die zur Verfügung gestellten Unterlagen und bewerten erkannte Risiken.

Das Zielunternehmen ist verpflichtet, die relevanten Informationen in strukturierter Form bereitzustellen, häufig über einen sogenannten Datenraum.

Welche rechtliche Bedeutung hat die Due Diligence?

Die Ergebnisse der Due Diligence beeinflussen regelmäßig:

  • die Kaufpreisgestaltung
  • Garantien und Freistellungsklauseln im Vertrag
  • Haftungsregelungen
  • Rücktritts- oder Anpassungsrechte

Gleichzeitig kann die Kenntnis bestimmter Risiken Auswirkungen auf spätere Gewährleistungsansprüche haben. Daher kommt der sorgfältigen Dokumentation besondere Bedeutung zu.

Welche Rolle spielt der Datenschutz?

Im Rahmen einer Due Diligence werden häufig auch personenbezogene Daten offengelegt. Dabei sind die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung zu beachten. Insbesondere ist zu prüfen, welche Daten für die Transaktion erforderlich sind und wie diese geschützt werden.